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Krankengymnastik

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KG bei Schädigung des Zentralnervensystems (Schlaganfall)

Dieses Konzept kann für jeden Patienten angewendet werden, egal wie schwer die Schädigung auch ist. Alles was dazu dient, dem Patienten im alltäglichen Leben neue Fähigkeiten beizubringen bzw. seine normalen Verhaltensgewohnheiten wieder zu gewinnen, kann in das Behandlungskonzept aufgenommen werden. Es besteht nicht aus einzelnen Übungen, die in einer bestimmten Reihenfolge durchgeführt werden. Vielmehr werden erhaltene Aktivitäten des Patienten alltagsbezogen aufeinander aufgebaut, um bestimmte Funktionen wiederherzustellen. Um dies zu erreichen, müssen alle, die mit dem Patienten in Kontakt kommen, in einem sogenannten 24 Stunden-Management zusammenarbeiten. Das heißt Arzt, Pflegedienst, Angehörige, Logopäde, Ergotherapeut, Psychologe und Physiotherapeut müssen den Patienten nach seinen Fähigkeiten fordern und das Erlernte in den sozialen Alltag integrieren. Nur durch ständiges Wiederholen der Fähigkeiten und die permanente Anpassung an seine wiedererlangten Funktionen bringen den Patienten voran und erhalten oder verbessern immer mehr seine Lebensqualität. Deshalb muß schon ab dem ersten Tag eines Schlaganfalls mit der Rehabilitation begonnen werden und nicht erst, wenn er in ein Rehabilitationszentrum eingewiesen wurde.

  Bewegungsübungen

Bewegungsübungen sind individuell dosierte und kontrollierte Übungsbehandlungen, die aktiv oder passiv durchgeführt werden können. Aktive Bewegungen werden mit der Muskelkraft des Patienten selbst ausgeführt.  Bewegungsübungen dienen der Vergrößerung des Bewegungsumfanges funktionsgestörter Muskeln und Gelenke, außerdem zur Lockerung bzw. Kräftigung verschiedener Muskelgruppen. In der Krankengymnastik unterscheidet man zwischen verschiedenen Übungsformen, die abhängig von der Anatomie und den auszuführenden Bewegungen sind.

  Atemtherapie

Diese Therapie und ihre Techniken dienen zur Pneumoniefreiheit (Lungenentzündungsfreiheit)., Thoraxmobilität (Brustkorbmobilität), Lösung und Beförderung von Sekreten sowie der Stabilisierung des Normaltonus (Normalspannung) in Haut, Bindegewebe und der Muskulatur. Die Atemtherapie wird in der präoperativen (vor Operation) und therapeutischen Behandlung bei Lungenerkrankungen und Atmungsstörungen eingesetzt. Ziel ist die Förderung der Ein- und Ausatmung. Man kann die Atmung noch kombinieren mit Bewegung, Dehnlagerung, atemerleichternden Techniken und Massage.

  Progressive Muskelentspannung

Die Therapie wird vor allem bei Herzinfarkt, Nervosität, Einschlafstörungen, Migräne und Kopfschmerzen angewandt. Grundprinzip dieser Methode ist die Entspannung der Muskeln durch vorherige Anspannung. Der Patient soll nach Beendigung der Behandlung in der Lage sein, selbständig die Spannungszustände des Nerv- Muskelsystems zu erkennen und zu beeinflussen. Mit dieser Methode soll eine Verbesserung der Körperwahrnehmung sowie eine Verbesserung der Einstellung zum eigenen Körper und der Entspannung erreicht werden.

  Krankengymnastik der funktionellen Einheit von Nerv und Muskel

Diese Bahnung läßt sich stimulieren durch:

Reize über den Bewegungsapparat, wie Dehnung sowie durch Zug und Druck auf das Gelenk.

Reize über die Haut – durch berühren

Reize über das Auge – durch Blickkontakte

Reize über das Gehör – durch Kommandos

Dadurch soll die Koordination der Bewegungsabläufe und die Muskelspannung normalisiert, wie auch eine Muskelspannung- und Dehnung erreicht werden.

  Stemmführung

Bei der Stemmführung werden die Extremitäten (Arme und Beine) in bestimmten Stellungen eingestellt und mit einem Schub auf Hände und Füße versehen, was man Einstemmen nennt. Dadurch erfolgt eine Weiterleitung der Muskelspannung in den Rumpf, die wiederum eine unwillkürliche Rumpfaufrichtung mit einer Ganzkörperspannung verursacht. Steigern kann man diese Spannung noch, in dem der Patient mit den eingestemmten Extremitäten Bewegungen macht. Ziel ist es, die Gelenke zu stabilisieren und die Körpermuskulatur zugunsten der aufrichtenden Muskulatur zu kräftigen. Die Stemmführung wird vor allem im Fachgebiet der Orthopädie bei Wirbelsäulenerkrankungen, wie z.B. Bandscheibenerkrankungen und bei Lumbago (Schmerzzustände im Lendenbereich), sowie bei Haltungsschulungen eingesetzt.

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Fragen zur Web-Seite an:  webmaster@physiotherapie-neubert.com                                                                    Stand: 11. April 2008